Ich habe es immer wieder erlebt: Ein Schwarzer wird erschossen, nur weil er schwarz ist, und die Hölle bricht los. Ich habe RIP-Hashtags, Bilder auf Tumblr weitergebloggt und jede Petition, die es gab, unterzeichnet. Immer habe ich gesagt, wenn ich dabei wäre, wenn so was passiert, dann hätte ich die lauteste Stimme und würde dafür sorgen, dass die Welt erfährt, was passiert ist. Jetzt bin ich genau diese Person und habe zu viel Angst, den Mund aufzumachen.

Als Starr auf einer Party ihren besten Freund aus Kindertagen wieder trifft, ahnt sie noch nicht, dass sie wenige Stunden später die einzige Zeugin sein wird, die seine Ermordung durch einen Polizisten miterlebt. Sie ist die einzige, die gesehen hat, dass Khalil unbewaffnet war, die einzige die gegen einen weißen Polizisten, der einen schwarzen Jugendlichen ohne jegliche Bedrohung erschoss, aussagen kann. Doch Starr zweifelt. Hin und her gerissen zwischen ihrem einfachen Leben in einem Ghetto und ihren weißen Freunden an der Privatschule, die sie besucht, weil es in ihrem Viertel nicht sicher genug ist, muss Starr eine Entscheidung treffen, von der ihr Leben abhängen könnte.

Unglaublich. Angie Thomas versteht es, das Leben im Ghetto authentisch und atemberaubend realistisch darzustellen und erschafft liebenswerte Charaktere, die einem, jeder auf seine eigene Art, ans Herz wachsen. „The Hate U Give“  ist ein wahnsinnig relevantes, feinfühliges, ehrliches Buch, das mich mehrmals zu Tränen rührte.

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