Beim Rausgehen bekam jeder Schüler eine Energiespar-Mappe mit Merkblättern, Stiften, Büroklammern und pathetischen Klebezetteln auf denen Macht Charlton grün stand. Das ist genauso hoffnungslos, als bekäme man im Flugzeug zusammen mit der Schwimmweste eine Trillerpfeife, bevor man in einem Feuerball mitten in den haiverseuchten Pazifik fällt.

Um gegen den Klimawandel zu handeln, stehen jedem Menschen in Großbritannien ab jetzt eine begrenzte Zahl an Energiepunkten zur Verfügung, ohne die man nicht einmal mehr mit dem Bus fahren darf. Auch Laura Brown ist von den wahnsinnigen Plänen der Regierung betroffen. Mit 16 Jahren sollten ihre einzige Sorgen eigentlich nur ihre Rockband mit ihren besten Freunden und ihr gutaussehender Nachbar sein. Doch die Lage spitzt sich zu. Umweltkatastrophe folgt auf Umweltkatastrophe – starke Stürme und große Dürren beherrschen das sonst so verregnete London. Und plötzlich geht es nicht mehr nur um Energiesparen, sondern um nacktes Überleben.

„Euer schönes Leben kotzt mich an“ ist ein großartiges, sehr besonderes Buch. Mir gefällt vor allem, dass es so ein ernstes Thema wie den Klimawandel behandelt und dennoch sehr viel Humor hat. Oft muss man laut lachen und die Figuren sind mit viel Herz gestaltet.

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