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„Dein ganzes Leben steckst du in dem Labyrinth fest und denkst daran, wie du ihm eines Tages entfliehst und wie geil dann alles wird, und die Vorstellung von dieser Zukunft hält dich am Laufen, aber am Ende tust du es nie. Du hast die Zukunft einfach nur benutzt um aus der Gegenwart zu fliehen.“

Miles hat die Schule gewechselt. Auf dem Internat verliebt er sich in die wilde, geheimnisvolle Alaska. Sie ist das Zentrum ihres Sonnensystems, der magische Anziehungspunkt des Internats.

Wer um sie kreist, ist glücklich und verletzlich gleichermaßen, euphorisch und immer nah am Schulverweis. Alaska mag Lyrik, nächtliche Diskussionen über philosophische Absurditäten, heimliche Zigaretten im Wald und die echte wahre Liebe. Miles ist fasziniert und überfordert zugleich. Dass hinter dieser verrückten, aufgekratzten Schale etwas Weiches und Verletzliches steckt, ist offensichtlich. Wer ist Alaska wirklich?

 

Mir wurde das Buch vor einigen Jahren zu Weihnachten geschenkt und da es mich so gefesselt hat, habe ich es noch am gleichen Abend durchgelesen. Das Buch hat mich wirklich sprachlos und auch etwas nachdenklich zurückgelassen. Seitdem ist „Eine wie Alaska“ eines meiner Lieblingsbücher.                                                                               Obwohl der Klappentext zunächst eine eher durchschnittliche Internatsgeschichte verspricht, merkt man nach nur wenigen Seiten, wie viel mehr in diesem Buch steckt!!
Die Kapitel sind in zwei verschiedene Kategorien aufgebaut – einmal Vorher und einmal Nachher. So begleiten wir Miles Tag für Tag bei dem Countdown zu diesem einen Ereignis, das alles verändert und das ich gerne für immer vor mir hergeschoben hätte, wenn ich in der Lage gewesen wäre, das Buch überhaupt mal aus der Hand zu legen. Die Geschichte überzeugt auch durch Greens Schreibstil. Bei einigen Situationen kann man nicht anders als breit zu Grinsen, andere sind einfach so aufwühlend und todtraurig.  Er schafft es, mit seiner Sprache den ernsten Themen ihre Schwere zu nehmen, ohne sie dabei herunterzuspielen. Er kreiert mit seinen Worten nicht nur die wunderbaren Charaktere, sondern die gesamte Schule, der ganze Ort wird lebendig. Die Charaktere, mit all ihren Fehlern, wachsen einem gleich ans Herz. Miles, der Colonel, Takumi und natürlich Alaska, die Miles mit den Worten:“Wenn Menschen Niederschlag wären, wäre ich Nieselregen und sie wäre ein Hurrikan“ beschreibt. Das Buch zeigt, wie sich das Leben mit Humor meistern lässt und vermittelt poetische Weisheiten, die einem noch lange im Kopf herumschwirren. -Myrto

 

 

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