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,,No.“ He said it quietly, under his breath. He knew better than that. They were nothing but corpses now, for sure, scattered across the high valleys. All Logen could do was make for the mountains, and try to save his own sorry life. You have to be realistic. Have to be, however much it hurts.

Logen ist ein Barbar, Sieger vieler Schlachten und gefürchteter Killer. Er tanzt viel zu oft nahe am Abgrund des Todes- dabei will er eigentlich nur seinen Frieden haben. In einen Kampf zuviel verwickelt, scheint nun endlich sein Ende gekommen zu sein und er hinterlässt nichts außer einen verbeulten Kessel und tote Freunde.
Jezal ist das genaue Gegenteil. Reich, schön und berühmt verbringt er die Zeit mit Kartenspielen, Trinken und der Gesellschaft von Frauen. Sein Leben könnte nicht besser sein, wäre da nicht dieser Fechtwettbewerb den es zu gewinnen gilt.
Glokta war ebenso ein talentierter Schönling, gefeierter Held der Nation, begehrter Frauenheld . Bis er in Kriegsgefangenschaft geriet und grausam gefoltert wurde. Nun ist er missgestaltet und verbringt seine Zeit damit, als Inquisitor andere Menschen entsetzlich leiden zu lassen und Geständnisse zu erzwingen.

Nichts verbindet diese drei und doch werden sie zusammengeführt. Denn dunkle Zeiten ziehen auf, uralte Legenden werden zum Leben erweckt, ein grausamer Krieg braut sich im eisigen Norden zusammen und blutige Intrigen im verrotteten Herzen der Gesellschaft könnte ihrer aller Untergang bedeuten…

Untypisch für viele Fantasyromane überzeugt The Blade Itself nicht durch seine epischen Kämpfe und schnellen Handlungsverläufe sondern durch seine Charaktere. Diffizil und feinfühlig erschafft der Autor Gestalten die tiefgründig und realistisch sind. Man muss sie nicht unbedingt mögen, um mit ihnen mitzufiebern. Abercrombie versteht es, die Motivationen und Abgründe seiner Figuren zu vermitteln und Gefühle und Gedanken zu erschaffen, die nicht kitschig, konstruiert oder ausgedient wirken. Stattdessen besitzen sie Authentizität. In diesem Buch gibt es keine ,,guten“ Menschen und keine bösen, und auch keine moralischen Sicherheiten oder Rechtfertigungen. Statt Läuterung findet man Selbstironie, statt glänzende Helden unleidliche Charaktere- die man trotzdem ins Herz schließt. Die Geschichte die erzählt wird ist humorvoll, tragisch, hässlich und zugleich schön. Sie besteht aus Kämpfen auf dem Schlachtfeld, aber auch aus der Badewanne heraus, aus Duellen ,sowohl mit dem Schwert, als auch mit Worten und verbindet auf geschickte Weise spannungsgeladene Handlung mit komplexen Charakteren. Es ist eine Geschichte in der die Waffen nicht nur aus Schwertern und Magie bestehen, sondern vor all dem aus Humor, Geistesgegenwart und einer Prise Glück- wie im wirklichen Leben.

Für ältere Jugendliche und Erwachsene zu empfehlen.

Freya

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