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Eine Science-Fiction-Comic-Convention. Wenn ich das lese habe ich sofort ein Bild von viele Menschen in schrägen Kostümen, jeder Menge brillentragenden Nerds und großen Hallen mit (zumindest für mich) Krimskrams und Zeugs, wie Schwerter, Kaffeetassen, Zauberstäbe, im Kopf! Auf jeden Fall könnte ich mir so einen Ort nicht als Handlungsort in einem Buch vorstellen.

ABER bei Ana und Zak ist genau das der Fall und das Buch hat mir trotzdem gefallen. Vielleicht auch gerade deswegen.

Sehr klischeehaft fängt die Handlung damit an, wie unterschiedlich die beiden Hauptpersonen sind. Sie, von den Eltern unter Druck gesetzte Streberin, die auf ihren kleinen Bruder aufpassen soll. Er, fast überall beliebter Comic-Fan, der in Sachen Schule eher nach dem Motto „weniger ist mehr“ agiert. Beide treffen gezwungener Maßen bei einer Quiz-Meisterschaft in Seattle aufeinander. Dort findet zeitgleich auch eine große Science-Fiction-Comic-Convention statt. Nachdem Anas kleiner Bruder abgehauen ist und zur Convention gefahren ist, versuchen Ana und Zak ihn wieder zu finden. Bevor die Erwachsenen etwas davon mitbekommen.

Die Geschichte von Ana und Zak hat mir wirklich gut gefallen. Die skurrilen Situationen, die die beiden förmlich anzuziehen scheinen, fand ich wirklich lustig und vom Autor sehr bildhaft beschrieben.

Womit ich ein Paar Probleme hatte war das Ende, man könnte sagen das letzte Viertel des Buches. Ich hatte das Gefühl, der Autor hatte zu viele Ideen für zu wenig Seiten. Am Ende ist so viel passiert, manchmal konnte ich gar nicht wirklich folgen und musste immer wieder zurückblättern. Dennoch ist das Buch als Ganzes unglaublich unterhaltsam. Ich kann es jedem empfehlen, der noch nie auf einer Convention war. Ich habe jetzt ein völlig neues Bild im Kopf  😉

Jenni

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